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Weiterleitungsketten nach drei Relaunches auflösen

Drei Umstellungen, drei Generationen von Regeln, und keine wurde beim nächsten Mal aufgeräumt. Die Datei funktioniert. Nur eben über vier Stationen: http auf https, www auf ohne-www, alte Struktur auf mittlere, mittlere auf neue. Jeder Sprung kostet eine eigene Anfrage, Google folgt zwar mehreren davon, bricht aber nach einer Handvoll ab und verschiebt den Rest auf später — und irgendwo im Stapel arbeiten zwei Regeln gegeneinander, ohne dass es bisher jemandem aufgefallen wäre.

So gehen Sie mit JMX vor

  1. Crawlen. JMX verfolgt jede Kette vollständig, bis zu zehn Sprüngen. In den Ergebnissen zeigt die Spalte Weiterleitungsziel, wo eine Adresse landet; über wie viele Stationen, sagt der Abschnitt Weiterleitungen im Reiter Technik — und im CSV- oder Excel-Export die Spalte Weiterleitungs-Schritte.
  2. Reiter Technik, Abschnitt Weiterleitungen. Drei Zahlen: wie viele Adressen weiterleiten, wie viele über mehr als einen Sprung, wie viele im Kreis. Die Ketten stehen mit ihrer Länge davor.
  3. Reiter Probleme. SEO.STATUS.REDIRECT_LOOP ist Kritisch und steht oben, SEO.STATUS.REDIRECT_CHAIN ist eine Warnung, SEO.STATUS.TEMPORARY_REDIRECT holt die 302 und 307 heraus, die 301 sein sollten. Die Spalte Fundstelle zeigt die Kette Sprung für Sprung.
  4. Einstellungen, Schwellenwerte. Die erlaubte Kettenlänge liegt ab Werk bei einer Weiterleitung; unter Einstellungen → Schwellenwerte lässt sie sich allerdings nicht verstellen — dort stehen nur die Titel-, Description-, Wort- und GEO-Schwellen. Nach einer Änderung genügt Aktualisieren in der Problem-Ansicht; ein neuer Crawl ist nicht nötig.
  5. Reiter Migration. Der Crawl findet nur, was heute noch verlinkt ist. Die Adressen der früheren Relaunches erheben Sie dort aus Search Console, site:-Abfrage, Sitemap und Wayback Machine; das Archiv kappt bei 50.000 Adressen und sagt das dazu. Jede alte URL bekommt eine von elf Bewertungen, „Weiterleitungskette“ ist eine davon.
  6. Weiterleitungen erzeugen. Aus den Zuordnungen schreibt JMX eine fertige .htaccess, nginx-.conf oder web.config: Statuscode wählbar (301, 302, 307, 308), Sicherheitsschwelle ab Werk 90 %, alles darunter auskommentiert statt weggelassen. Was heute schon mit einem einzigen 301 am Ziel ankommt, bekommt keine zweite Regel.
  7. Reiter Aufgaben, danach die Kommandozeile. Dort stehen Auswirkung in Punkten und geschätzter Aufwand nebeneinander; jmx-cli --fail-on-change Critical lässt den nächtlichen Lauf rot werden, sobald eine neue Schleife entsteht.

Worauf Sie achten müssen

JMX liest Ihre .htaccess nicht. Es sieht nur, was der Server auf eine Anfrage antwortet. Eine Regel, die seit dem zweiten Relaunch von keiner Adresse mehr getroffen wird, taucht in keinem Befund auf. Die Liste ist keine Inventur der Konfiguration, sondern eine Liste der Adressen, die über Umwege ankommen — Zeilen zu streichen, weil JMX nichts dazu meldet, ist der falsche Schluss.

Hunderte Befunde SEO.LINK.TO_REDIRECT sehen nach einem Serverproblem aus. Sie sind keines. Der Befund sagt, dass Ihre eigenen Seiten auf eine weiterleitende Adresse verlinken statt auf das Ziel; geändert wird der Link, die Weiterleitung bleibt bestehen, damit externe Verweise und Lesezeichen weiter funktionieren.

Nach zehn Sprüngen bricht der Crawler ab. Und Schleifen entstehen selten innerhalb einer Datei, sondern zwischen den Ebenen — CDN, Webserver, Anwendung, Plugin, jede mit ihrer eigenen Vorstellung vom Schrägstrich am Ende —, weshalb der Nachweis Ihnen zwar sagt, welche Adresse zurückzeigt, aber nicht, wer die Regel geschrieben hat.

Der nächste Relaunch kommt, und er wird auf dieser Datei aufsetzen. Ob sie dann eine Ebene hat oder eine vierte bekommt, entscheiden Sie jetzt.

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