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Search Console: Potenziale mit wenig Aufwand finden

Der Kunde will wissen, was der nächste Monat bringen soll, und das Budget reicht für zwei Tage. Die Search Console liegt offen: 18.000 Zeilen, vier Spalten. Sortieren nach Klicks zeigt, was ohnehin läuft. Teuer wird das nicht durch die eine falsch gewählte Maßnahme, sondern dadurch, dass die Zeilen mit dem größten Abstand zwischen Sichtbarkeit und Ertrag beim Sortieren nach Klicks ganz unten stehen und deshalb Quartal für Quartal unbearbeitet bleiben.

So gehen Sie mit JMX vor

  1. Erst crawlen. Im Reiter Crawl die Domain durchlaufen lassen. Ohne geladenen Crawl bleiben später die Spalte Auf der Seite und der Link Score leer, und aus „Position 8“ wird keine Aufgabe.
  2. Verbinden. Reiter Search Console, Knopf Mit Google verbinden, Property auswählen. Der OAuth-Client ist Ihr eigener.
  3. Auswerten. Reiter Suchanalyse: Property und Zeitraum wählen (28 Tage bis 16 Monate), das Häkchen Mit dem Zeitraum davor vergleichen setzen, dann Auswerten. Das Häkchen kostet eine zweite Abfrage und ist Voraussetzung für Gewonnen und Verloren.
  4. Die Marke heraushalten. Ins Feld Marken-Regex (RE2) Ihre Schreibweisen eintragen, Regex ausschließen (ohne Marke) anhaken. Sonst führt der Firmenname jede Liste an.
  5. In Sichtweite abarbeiten. Position 4 bis 20, ab 50 Impressionen. Die Spalte Klicks möglich rechnet gegen die übliche Klickrate der aktuellen Position, nicht gegen Platz eins. Auf der Seite sagt, ob die Wörter der Anfrage in Titel, H1 und Text vorkommen. Fehlt sie in der H1, ist das ein Handgriff.
  6. Gute Position, kaum Klicks prüfen. Erste zehn Plätze, Klickrate unter der Hälfte des dort Üblichen. Titel- und Description-Baustelle, die einzige Stellschraube ohne neuen Inhalt.
  7. Reichweite ohne Fundament ansehen. Vier Befunde: nicht im Crawl gefunden, intern unverlinkt, nie von einem Bot geholt, fehlt in der Sitemap. Ein interner Link auf eine Seite, die schon Impressionen sammelt, ist die billigste Maßnahme hier.

Worauf Sie achten müssen

Klicks möglich ist keine Zusage. Die erwartete Klickrate ist eine Faustregel: Marken-Anfragen liegen darüber, Anfragen mit einer KI-Antwort im Ergebnis darunter. Eine Zeile in Gute Position, kaum Klicks kann schlicht bedeuten, dass über Ihrem Treffer eine AI Overview steht — dann ändert ein neuer Titel wenig. Sehen Sie sich die Anfrage einmal im Browser an, bevor Sie zwanzig Snippets umschreiben.

Die Auswertung wird bei 25.000 Zeilen je Zeitraum gedeckelt, und dann fehlen ausgerechnet die klickärmsten Zeilen — also genau die, auf die In Sichtweite zielt; ein Zeitraumvergleich kann bei großen Properties dadurch Seiten als verloren ausweisen, die nur unter die Grenze gerutscht sind. Der Deckel steht als Hinweis über der Ansicht. JMX rechnet ausschließlich mit dem, was Google herausgibt: Anonymisierte Anfragen fehlen, weiter als 16 Monate reicht die Aufbewahrung nicht, und einen Vergleich gegen Wettbewerber liefert diese Ansicht nicht, weil er einen eigenen Suchmaschinen-Index voraussetzt.

Zwei Sonderfälle. Discover und News veröffentlichen keine Suchanfragen — dort entfallen In Sichtweite, Gute Position, kaum Klicks und Eigene Seiten im Wettbewerb, während Abschnitte der Website und die Entwicklung gelten. Und mehrere eigene Seiten auf eine Anfrage sind nicht automatisch ein Fehler: Eine Kategorie und ein Ratgeber dürfen nebeneinander ranken. Zum Problem wird es, wenn die schwächere Seite der stärkeren Impressionen abnimmt, ohne selbst zu liefern.

Wer dieselbe Auswertung vier Wochen später erneut zieht, sieht in Gewonnen und Verloren, welche der abgearbeiteten Zeilen etwas bewegt haben — und diskutiert beim nächsten Budget nicht mehr darüber, ob sich die zwei Tage gelohnt haben.

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